Vollwertkost und der Anfang
Durch einen Hinweis einer Freundin meiner Frau, begannen wir uns in den 1980ern für Ernährung zu interessieren. Wir hatten beide gesundheitliche Probleme und suchten deshalb nach einer alternativen Lösung ohne dauernd Medikamente einzunehmen.
Irgendwann stießen wir auf den Begriff „Vollwertkost„. Unter diesem Begriff konnten uns wenig vorstellen und so forschten wir weiter. Es wurde so interessant, dass ich später das Diplom als Ernährungsberater machte.

Ein Punkt, der uns sehr überraschte war, wie schmackhaft sie sein kann. Klar, man muss sich erst an den vollwertigen Geschmack gewöhnen. Und noch etwas: Vollwertkost muss nicht unbedingt fleischlos sein. Fleisch sollte „nur“ als Beilage gelten. Und nicht mehr als 100g pro Person. Und auch nicht jeden Tag. Hier ein paar Ideen von Dr. Fleck
Weil wir beide berufstätig waren, haben wir Bio-Fertiggerichte gekauft. Einige Produkte entsprachen aber nicht ganz unseren Erwartungen, vor allem geschmacklich. Und preislich lagen sehr viele auf einem hohem Level!
Allergische Reaktionen, die sich mit der Zeit ergaben, konnten wir nicht richtig deuten. Wir mussten das mit unserem Arzt abklären. Dabei stellte sich heraus, dass wir unter Unverträglichkeiten zu leiden hatten. Wir entdeckten die Ursache bei genauerer Betrachtung der Verpackung (Stichwort: Histamin– und Laktose-Intoleranz).
Auf dieses besondere Thema gehe ich in einem anderen Beitrag näher ein. Hier klicken: Unverträglichkeiten
Irgendwann sind wir dann auf die Idee gekommen, Bauern in unserer Gegend zu kontaktieren. Mit der Zeit entwickelte sich mehr und mehr das Thema biologisches Gemüse und Obst. Und wir sprachen auch mit Anderen, die schon mehr Erfahrung auf diesem Gebiet hatten.
Übrigens, auf Empfehlung unseres Naturarztes haben wir uns mehrere Monate vegan ernährt. Das Ergebnis war, dass sich unsere Ernährung was Fleisch essen betrifft, auf etwa 5-10% reduzierte. Dieses Prinzip haben wir heute noch!
Zeit für Kochen und…
Fragen, die sich uns immer wieder stellten:
- Was kann man selbst herstellen?
- Zeit: Pause sowie Hin- /Rückfahrt
- Essen vorbereiten: Wann / Wie
- Umstellung: Wie vorgehen?
- Lebensmittel: Frische, Bio-Qualität
- Aufbewahrung: wie / wo?
- Haltbarkeit
- Reaktion: Allergien, Verträglichkeit?
- Finanzen: wie teuer?
Es begann eine lange Suche und neue Ära, die auch von Misserfolgen gekrönt war! Die schwierigsten Punkte waren die ersten 3!
Und beim Punkt 2 (Zeit) mussten wir ja einplanen, dass wir zwei Fahrten hatten: die eine zu uns nach Hause Essen vorbereiten. Und dann wieder zur Arbeit.
So kamen wir zu der Überlegung (Punkt 3), dass wir Abends etwas vorbereiten könnten. Während der Arbeitswoche haben wir uns deshalb auf schnelle Gerichte konzentriert.
Irgendwann kamen wir zu der Erkenntnis (Punkt 4), dass es vorteilhafter wäre sein Leben komplett umzustellen. Bei den anderen Punkten (5-9) mussten wir auch Lehrgeld zahlen. Warum? Weil uns die Erfahrung fehlte.
Was uns mit der Zeit besonders zu schaffen machte (Punkt 8), waren teilweise recht heftige Reaktionen. Zum Glück kannten wir eine gute Naturärztin, die uns mit vielen Tipps und Infos zur Verfügung stand.
Lerneffekt und Umstieg
Jede Situation ist anders. Man kann es nicht pauschalisieren. Jemand hat starke Reaktionen (so wie wir) und der/die andere gar keine.
Was wir daraus gelernt haben: Nicht gleich komplett auf Vollwertkost und „alles-selber-machen-wollen“ umsteigen. Es braucht Zeit, Geduld und vor allem Routine und Erfahrung, die man erst lernen muss sowie eine Umstellung seiner Denk- und Lebensweise. Und vieles spielt sich – besonders beim „neuen“ Geschmack – im Kopf ab.
