Humor ist…

Eine Möglichkeit von seinem ADHS abzulenken bzw. von seiner Person, ist der Humor. Es passiert nicht selten, dass ein ADSler sehr oft die Lacher und damit die Sympathien auf seiner Seite hat. Ein ADSler gefällt sich sehr oft in der Rolle, weil es ihm auch hilft, etwas von seinem Problem abzulenken.

Je mehr aber der Druck/Stress auf der Arbeit oder in der Schule zunimmt, desto mehr kann es passieren, dass der ADSler „blödelt“ oder „herumalbert„!

Situation mit Kollegen

Manche reagieren verärgert auf solche Kapriolen, was bei dem ADSler, aufgrund seiner Sensibilität, wiederum zu mehr Nervosität führt. Der ADSler versucht das mit Albernheit zu überspielen, was den/die Andere(n) noch mehr verärgern lässt! Das ist oft der Beginn eines perfiden Mobbings, das bis zur Ächtung mancher ADSler führen kann.

Warum ist das so?

ADSLer fühlen sich in ihrem Job dem Druck/Stress oft NICHT GEWACHSEN und schieben alles mögliche lange vor sich her! Doch anstatt eine Lösung zu suchen, oder sich an jemand zu wenden, schweigen sie dazu und reißen ihre Witze, indem sie versuchen „jovial“ und souverän zu wirken, um von ihrem eigentlichen Problem abzulenken. Damit startet ADHS mit all seinen „Nebenwirkungen„!

Humor ist…

Interessant dabei ist, dass sehr viele ADSler von Natur aus sehr schlagfertig sind. Sie können blitzartig ungewöhnliche Verbindungen zwischen den einzelnen Ereignissen herstellen.

Ein ADSler sollte aber mal in einer stillen Stunde überlegen, was sein Humor ausmacht; was seine Auswirkungen sind! Der ADSler kann eine Vertrauensperson fragen, wie sein Humor in dieser oder jener Situation wirkt, welche Auswirkungen und Reaktionen es geben kann und wird.

Sensibilität

Im Alltag kann es eine große Hilfe sein, wenn jemand da ist, der eine Situation mit einem heiteren Kommentar etwas entschärfen kann. Indem man über Dinge lacht, an denen man nichts ändern kann, nehmen wir dem Gefühl der Hilflosigkeit seine Schärfe. Humor kann auch vor dem gefürchteten Burnout-Syndrom bewahren, wenn der Stress zum Beispiel zu groß wird.

Kleine Schritte – große Erfolge

Ein ADSler sollte nicht mit Ernst und Verbissenheit an die Sache zu gehen, sondern er muss lernen, das Ganze etwas lockerer anzugehen. Des Weiteren ist es wichtig, dass ein großer ERFOLG, aus vielen KLEINEN SCHRITTEN besteht!

Um Hilfe bitten

Ein ADSler sollte sich auch NIE zu schade vorkommen, um HILFE zu BITTEN. Oft ist es auch so, dass irgendeine Arbeit ein ADSler gut könnte, er/sie sich aber selber im Weg steht, weil er/sie von vorne herein meint, dass es sowieso missglückt! Auch hier gibt es Filter, wo man sich an eine Arbeitheranpirschen“ kann.

Wenn man einen verständnisvollen Kollegen hat, kann man so die Aufgabe bzw. die Verantwortung dafür psychologisch „verkleinern“ und während der Kollege den anderen Part macht, schaut man ihm interessiert über die Schulter bzw. fragt hier und da nach oder lässt es sich zeigen. Zugegeben, in der heutigen Zeit ist so ein Schritt nicht einfacher geworden.

Ablenkbarkeit