Aktuelle Situation

Vielleicht liegt es auch im Wesen eines ADSlers, sich um Dinge Sorgen zu machen, die andere nicht so “eng” sehen, oder herannahende Unglücke zu “spüren”, wo andere noch in schönster „Partylaune“ sind und kein Gespür dafür haben.

Thema ADS:

In meinen Beiträgen habe ich von positiven als auch negativen Erfahrungen sowie über die Lebensweise und Ernährung berichtet. Ich stelle immer wieder fest, dass ich auf gewisse Lebensmittel positiv, auf andere negativ, dass heißt mit diversen Nebenwirkungen reagiere. Fangen wir mal mit dem ersten, der Ernährung an:

Lebensmittel:

Hierbei ist mir aufgefallen, dass Fastfood, industriell hergestellte Lebensmittel und solche mit künstlichen Aromastoffen und anderen Zutaten bei mir recht heftige Reaktionen hervorgerufen haben. Des Weiteren ist mir aufgefallen, dass ich Milchprodukte nicht bzw. nur teilweise vertrage. Teilweise deshalb, weil es auf die Menge und meinem psychischen Zustand ankommt.

Ein Beispiel dazu:

Bin ich entspannt, kann ich ein “Milch-Produkt” (Käse, Milchschokolade, ein Getränk usw.) ohne Probleme einnehmen. Habe ich Stress oder Ärger genügt oft schon ein kleiner Schluck oder Bissen, den ich dann “bezahlen” muss. Wobei ich immer meine persönliche Toleranzgrenze beachten muss!

Alkohol:

Das Thema mag für den einen oder anderen ein heikles sein; das Wesen eines ADSlers ist es aber auch, Tabuthemen aufzugreifen und offen zu besprechen.

Es gibt Tage, da trinke ich kaum Alkohol und ein anderes Mal schmeckt mir ein gutes Glas Bier oder Wein zum Essen doch recht gut. Wobei ich auch hier eine Veränderung an mir festgestellt habe: Ich trinke weniger, dafür aber eine gute Qualität und ich muss nicht jeden Tag Alkohol haben.

Bewegung:

Zum Glück haben meine Frau und ich einen Rhythmus gefunden, der uns eine regelmäßige Bewegung verschafft. Wobei man sagen muss, dass wir meistens (Frühjahr und Sommer) Abends unsere Runde gedreht haben. Im Herbst und Winter machen wir meistens um die Mittagszeit eine Runde.

Tatsache ist, dass wir eine regelmäßige Bewegung als positiv empfinden, obwohl es einige Zeit gebraucht hat, bis wir es so empfunden haben. Meistens ist es Nordic-Walking und/oder Schwimmen oder Fahrrad fahren. Unser “Ländle” ist natürlich ein idealer “Trainingsort” dafür.

Genuss oder Lebensstil:

Keine Ahnung an was das liegt; am Älter werden, die seelische Reife, das Gefühl langsam “zuhause angekommen zu sein”. Ich genieße jeden Tag sehr intensiv und die Tage, wo es stressig hergeht, sind für mich als ADSler schrecklich. Klar, Stress lässt sich nicht immer vermeiden, die so genannte Entschleunigung bringt aber mehr Lebensqualität. Für jeden, der diesen Beitrag liest und sich überlegt, was er/sie damit anfangen soll; mein Tipp: Es ist auf jeden Fall ein Versuch wert.

Familie, Freunde, Bekannte:

Früher hatte ich immer versucht mit allen gut zu sein und möglichst keinen Streit zu entfachen bzw. wenn es sich dann gar nicht mehr vermeiden ließ, habe ich es dann so richtig krachen lassen (auch ein Teil des ADSlers). Heute bin ich abgeklärter geworden. Ich sage und/oder schreibe zwar immer noch sehr direkt und offen, was manchen vielleicht nicht gefallen mag, dafür hat sich aber die “Spreu vom Weizen” getrennt.

Diejenigen, die geblieben sind, sind solche die man Freunde nennen kann und die anderen, die (noch) nicht wissen, wie man mit uns oder mir (als ADSler) umgehen soll, befinden sich in der Beobachtungsphase. Manche bleiben weiter weg (aus “Angst” oder Scheu) und andere kommen (meist aus Neugier oder Begeisterung) näher.

Und noch etwas habe ich (ENDLICH) erfahren dürfen: ADSLer polarisieren!!! Entweder man ist von ihm und seiner Art begeistert oder man entfernt sich. Es gibt kein Mittelding!

Fazit

Möglicherweise hätte man es als ADSler einfacher im Leben, wenn man KEIN ADSLer gewesen wäre. Andererseits wäre man aber auch nicht so intensiv durch das Leben gegangen.

Das kann positiv aber auch – besonders für die ANDEREN – sehr negativ und/oder anstrengend sein. Was ich ebenfalls festgestellt habe: Meist arbeite ich auf mehreren Ebenen (Multitasking nennt man so etwas). Das mag – für Außenstehende – irritierend oder faszinierend sein; und das ist genau das: man polarisiert.

Manchmal wünschte ich, ich würde gern eines nach dem anderen “abarbeiten” und dann fange ich strikte damit an, dauert aber meist nicht lange und ich bin wieder auf mehreren Ebenen beschäftigt!

Wobei sich hier in den letzten Monaten eine neue Situation ergeben hat: es ist für MICH als ADSler weniger stressig, auf EINER Ebene zu arbeiten. Man wird ruhiger, wenn man eine Sache nach der anderen macht! Das zu lernen, ist ein großes Ziel!